Neuigkeiten

10.08.2020, 13:26 Uhr
Ärztehaus ist ein Muss
„Die Zahlen und Prognosen sprechen eine eindeutige Sprache: Das Ärztehaus
in Oppau ist ein Muss. Die CDU Oppau und die Stadtratsfraktion stehen
voll und ganz hinter dem Vorhaben“, mit diesen Worten kommentiert
Roman Bertram, Ortsvorsitzender und Stadtratsmitglied, das Interview
mit dem Investor Giesse in der „Rheinpfalz“ vom 6.8.20. „Das Vorhaben
nicht zu unterstützen, wäre das krasse Gegenteil einer vorausschauenden,
verantwortungsvollen kommunalen Gesundheitspolitik. Die Lage an der
Horst-Schork-Straße ist unter allen geprüften Standorten der am besten
geeignete. Er bietet zudem die realistische Chance, dass das Projekt zeitnah
umgesetzt werden kann. Mit den Interessen, Belangen und der Kritik
der unmittelbaren Anwohner muss im weiteren Prozess fair und angemessen
umgegangen werden. Das Baurecht soll jetzt aber schnell geschaffen
werden und das Vorhaben zügig umgesetzt werden.“
Bertram weiter: Schon seit geraumer Zeit ist absehbar, dass bei der ärztlichen
Versorgung im Norden unserer Stadt große Lücken klaffen werden,
wenn sich nichts tut. Viele der in Oppau und Edigheim noch ansässigen
Ärzte werden altersbedingt in absehbarer Zeit ausscheiden. Ein Nachfolger
oder eine Nachfolgerin wird die seltene Ausnahme sein. Die Bestandspraxen
sind zudem in ungeeigneten nicht mehr zeitgemäßen Immobilien und
selten barrierefrei. Die CDU Oppau hat sich bereits im Vorfeld der Kommunalwahlen
2014 für ein Ärztehaus in Oppau ausgesprochen. Das jetzt
von einem privaten Investor geplante Zentrum schafft Versorgungssicherheit
für die nächsten Jahrzehnte und die Voraussetzungen dafür, dass
junge gut ausgebildete Mediziner in modernen Räumen und mit entsprechenden
Strukturen sowie Netzwerken sich hier im Norden der Stadt niederlassen
können.
Das „Geschäftsmodell Ärztehaus“ ist das zeitgemäße moderne Instrument,
um gerade in den Stadtteilen eine wohnortnahe, für Patienten vorteilhafte
Versorgung zu gewährleisten. In unserer Stadt verfolgen wir diesen Kurs
schon seit geraumer Zeit und haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Die Ärztehäuser in der Pfingstweide und in der Gartenstadt seien hier nur beispielhaft
erwähnt.
Es ist nicht überraschend, sondern in gewisser Weise verständlich, dass das
Vorhaben bei den unmittelbaren Anwohnern Kritik und Ablehnung hervorruft.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass die aktuell geplante Bebauung
sich ausschließlich auf die ärztliche Versorgung konzentriert und von der
anfangs darüber hinaus angedachten Geschoßwohnungsbebauung abgerückt
wurde. Wir sollten alles versuchen, die Anwohner mit ihren Sorgen
im weiteren Prozess mitzunehmen. Umfassende Untersuchungen und
Gutachten unter anderem zur Lärm- und Verkehrsproblematik sind insoweit
ein wichtiger Baustein. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden
in das weitere Verfahren, soweit dies sachgerecht und erforderlich ist,
einfließen und gegebenenfalls bei der konkreten Gestaltung des Baus und
seines Umfeldes entsprechend berücksichtigt werden. „Wir wollen das
weitere Verfahren zügig voranbringen und zeitnah das Ärztehaus fertig gestellt
sehen. In letzter Konsequenz hat für uns hier das Allgemeinwohl gegenüber
den Eigen- und Privatinteressen einiger Anwohner absoluten Vorrang“,
so Bertram abschließend.