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16.12.2020, 20:09 Uhr
CDU: Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder im Lockdown nicht alleine lassen
Trotz verschärfter Corona-Maßnahmen und dem ab heute geltenden bundesweiten
Lockdown läuft der Kita-Regelbetrieb in Rheinland-Pfalz normal
weiter–so möchte es die Landesregierung.

„Landesweit stößt diese Regelung von Bildungsministerin Hubig bei Erzieherinnen
und Erzieher auf Unverständnis. Fachkräfte machen seit
Mitte November darauf aufmerksam, dass die Variante ‚Regelbetrieb‘ mit
regulären Öffnungszeiten und mit ‚festen Gruppen‘ unter den aktuellen
Rahmenbedingungen nicht umsetzbar ist“, erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete

Marion Schneid. „In dieser Zeit ist Gesundheitsschutz das A
und O, das gilt für uns alle. Es ist völlig unverständlich, dass das Land die
Kitas und ihre Träger bei diesem Thema völlig alleine lässt.“
„Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder sind verunsichert.“, so
auch der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion Dr. Uebel. „Wir haben
Verständnis für diese Sorgen der Beteiligten. Das ist eine wirklich
schwierige Situation. Verlässliche Betreuung auf der eine Seite und der
nachvollziehbare Umgang mit den Folgen des hohen Infektionsgeschehen
in den Einrichtungen auf der anderen. Ich hätte mir von Ministerpräsidentin
Dreyer und Bildungsministerin Hubig mehr Transparenz und Weitsicht
gewünscht.“
Schneid plädiert auf Landesebene für schnelle und sinnvolle Regelungen
für die kommenden Wochen: „Wir müssen die Sorgen sowohl der Erzieherinnen
und Erzieher, als auch der Eltern und nicht zuletzt auch das Kindeswohl
im Blick haben. Deshalb braucht es klare Regelungen, wie jetzt fortzufahren
ist. Wir brauchen eine Notfallbetreuung und auch hier klare Regeln,
wer die Notfallbetreuung im Lockdown nutzen kann. Und wir brauchen
dringend die Umsetzung einer Teststrategie für das Personal in den
Kindertagesstätten! Erzieherinnen und Erzieher leisten hervorragende Arbeit.
Eltern versuchen ihrerseits, Lösungen der Betreuung zu finden. Klarheit
in den Vorgaben und auch die Umsetzbarkeit dieser sind wichtig!
Letztlich sind sie auch eine Frage des Respekts gegenüber den Erzieherinnen,
Erziehern und den Eltern.“