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11.02.2021, 18:03 Uhr
Corona: Brauchen gemeinsame regionale Strategien
„In der Sache war die Aufhebung der Ausgangssperre vor dem Hintergrund
der deutlich gesunkenen Inzidenz folgerichtig. Dennoch war die abrupte Aufhebung
ohne Absprache mit den umliegenden Gemeinden wie Frankenthal oder
dem Rhein-Pfalz-Kreis unklug. Derartige Alleingänge sind den Menschen
in der Region nicht zu vermitteln und stellen die Sinnhaftigkeit solcher weitreichender
Entscheidungen in Frage. Sehr kritisch sehen wir die Aufhebung
der Besuchsregelung in den Seniorenheimen“, erklärt Peter Uebel der Vorsitzende
der CDU- Stadtratsfraktion. „Nach der gestrigen Entscheidung auf Bundesebene,
den Lockdown zunächst bis Mitte März zu verlängern und zugleich
über schrittweise, differenzierte Lockerungen nachzudenken, fordern wir ein
in der Region abgestimmtes Konzept, wie wir bei beherrschbarer Pandemie
das Wirtschafts- und gesellschaftliche Leben in den Kommunen der Metropolregion
möglichst einheitlich gestalten wollen“, ergänzt der stellvertretende
Kreisvorsitzende Heinrich Jöckel.
Die Aufhebung der Besuchsbeschränkungen in den Seniorenheimen kam zu früh
und ist absolut unverständlich. Immer noch haben wir dort keinen maximalen
Impfschutz und es besteht die Gefahr einer von außen kommenden Infizierung.
Es wäre sinnvoller gewesen, diese Regelung, so schwer es mit Blick auf die
menschlichen Schicksale auch sein mag, erst in einigen Wochen bei fortgeschrittenem
Impfstatus zu beenden.
Die durch die Kanzlerin und Ministerpräsidentenrunde verlängerten Maßnahmen
des Lockdown sind schmerzhaft und bringen viele Gewerbetreibende an ihre existentiellen
Grenzen. Auch den Menschen in der Region wird weiter viel zugemutet.
Die psychische Belastung ist für viele nur noch schwer zu ertragen. In der Stadt
müssen jetzt perspektivisch die Planungen hin zum Ende des Lockdowns anlaufen.
Lokale, aktionistische Alleingänge darf es keine mehr geben. Wir plädieren
für die Einrichtung eines Exitgremiums aus Vertretern der Metropol-Kommunen.
Hier muss es gelingen, gemeinsame Strategien zu entwickeln, die den in der
Metropolregion lebenden Menschen, den vielen betroffenen Unternehmen und
Einrichtungen in Kultur, Sport etc. gerecht werden. „Wir müssen die Vorgaben
des Bundes und der Landesregierung in der Region möglichst einheitlich herunterbrechen
auf die jeweilige Vor-Ort-Situation. Nur wenn uns dies gelingt, ist der
seit gestern aufkeimende vorsichtige Optimismus auf ein „etwas mehr Zurück zur
Normalität“ gerechtfertigt“, so Uebel und Jöckel abschließend.