Archiv

27.07.2020, 13:22 Uhr
CDU: Grünanlagen müssen nicht nur dem Erhalt der Artenvielfalt, sondern auch den Bedürfnissen der Bürger entsprechen
Wird eine Grünfläche nicht gemäht, empfinden das manche Bürger als ungepflegten
Wildwuchs. Wird gemäht, dann beklagen andere, wie jetzt die
Grünen im Rat, eine „unmotivierte und übertriebene Mäharbeit“.
„Dadurch wird es den städtischen Gärtnern nicht gerade einfach gemacht“,
so der CDU Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Uebel.
Die CDU Stadtratsfraktion plädiert deshalb für eine vernünftige Mischung
zwischen gut zurückgeschnittenen und gepflegten Grünanlagen und gewachsenen
Wiesen im Stadtgebiet. „Gerade das haben wir ja in einem großen
stadtweiten Grünflächenkonzept politisch auf den Weg gebracht“, so
Uebel. Innerstädtisch müssten die Grünflächen in erster Linie den Aufenthaltsansprüchen

der Bürger Rechnung tragen. Deswegen muss „gemäht“
dort nicht falsch sein. Im Gegenteil: „Gerade wenn die Bebauung immer
weiter verdichtet wird, brauchen wir Oasen der Erholung, wo Menschen
Parkanlagen genießen und auch nutzen können. Zeitgleich werden seit
Jahren die Angebote mit Insektenhotels und Nistkästen ausgebaut“, ergänzt
Daniel Beiner als umweltpolitischer Sprecher der CDU.
„Zum andern haben wir bestehende und neu entwickelte Wiesen an Orten,
wo es sinnvoll ist, vor allem auch im Außenbereich der Stadt. Mittlerweile
rund 145 Hektar an Wiesenflächen, die munter wachsen können und eben
genau die geforderte Biodiversität aufzeigen. Deswegen ist eine Ausschließlichkeit nicht sinnvoll und vermittelt eher den Eindruck durch eine
Ideologie die Bedürfnisse der Menschen auszublenden. Die gute Mischung
macht’s, um den Ansprüchen der Bürger und der biologischen Vielfalt
Rechnung zu tragen,“ so Uebel und Beiner abschließend.